Kleider machen Leute, Leute machen Unternehmen

Unternehmen werden durch ihre Mitarbeiter repräsentiert. Immerhin sind sie es, die im direkten Kontakt zum Auftraggeber stehen. Daher ist ihr kompetentes Auftreten wichtig. Darüber hinaus müssen sie aber auch auf den Blick erkennbar machen, für welchen Betrieb sie ihre Arbeiten ausführen. Immerhin sind sie als Dienstleister auf „fremdem“ Territorium – nämlich dem des Kunden – tätig.

Wie könnte man beide Anforderungen besser unter einen Hut bringen als mit einer einheitlichen Berufskleidung? Ein sauberes Outfit, beschriftet mit den Daten der Reinigungsfirma und dem dazugehörigen Logo vermittelt die Reinlichkeit, für die ein Gebäudereiniger Sorge trägt. Je nach Anspruch und Budget des Unternehmens gibt es verschiedene Möglichkeiten, das Team passend zu kleiden.

 

Berufskleidung im Corporate Design

Die Königsdisziplin eines einheitlichen Unternehmensauftritts ist eine individuell angefertigte Kleidung für die Mitarbeiter. Eine solche Investition ist durchaus lohnend. Der einzigartige Auftritt ist unverkennbar und hat einen hohen Wiedererkennungswert: Das Gesamtbild des Teams bleibt im Gedächtnis hängen. In hart umkämpften Branchen kann diese Einmaligkeit einen strategischen Vorteil bedeuten.

Berufskleidung im Corporate Design erlaubt außerdem die durchgängige Einhaltung von Designvorgaben in allen Bereichen des Unternehmens. So tragen nicht nur Mitarbeiter in der Unterhaltsreinigung, sondern auch die in risikoreichen Arbeitsfeldern die Garderobe ihres Unternehmens. Das steigert die Identifikation der Beschäftigten mit ihrem Arbeitgeber: Sie verstehen sich als Teil des Ganzen.

 

Auch wenig hilft viel  

Corporate Fashion muss nicht immer gleich ein komplettes maßangefertigtes Outfit bedeuten. Schon Details wie etwa gleichfarbige Shirts oder Kasacks – am besten in den Unternehmensfarben – können den entscheidenden Unterschied ausmachen. Sie sollten unbedingt das Markenzeichen des Gebäudereinigers – sein Logo – aufweisen. Damit können Mitarbeiter sofort dem Betrieb zugeordnet werden und treten als Werbebotschafter im besten Sinne auf.  

Je modischer und komfortabler die Berufskleidung ist, umso höher ist das Wohlbefinden der Beschäftigten bei der Arbeit und umso leichter geht das tägliche Pensum von der Hand. Das ist in der Regel auch für den Arbeitgeber von Vorteil. Denn selbst Aristoteles wusste schon: „Freude an der Arbeit lässt das Werk trefflich geraten“.

 

Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit Sabine Anton-Katzenbach von Textilberatung Hamburg entstanden. Die beratende Textilingenieurin und freie Journalistin ist Spezialistin für gewerblich genutzte Textilien und deren professionelle Aufbereitung.

 

 

Die Wirkung von Farbe – Nuancen der Gebäudereinigung

Dem Menschen hat es schon immer gefallen, Farben ganz besondere Eigenschaften
nachzusagen: Rot warnt vor Gefahr. Gelb symbolisiert Wissen, Vernunft und Logik.
Blau steht hingegen für Ruhe und Vertrauen. Grün wird als Farbe der Sicherheit und
Hoffnung angesehen. Diese Funktionszuordnung von Farben wurde schon in viele
Bereiche übertragen. Bei den industriellen Gasflaschen etwa steht Gelb für giftige
oder ätzende Inhaltsstoffe, Rot für entzündliche und Hellblau für oxidierende Gase.
Und auch in der Gebäudereinigung wird ein ähnliches Prinzip angewendet.

Das 4-Farbsystem

In der Gebäudereinigung müssen unterschiedlichste Bereiche gründlich gesäubert
werden. Aus Gründen der Hygiene und aufgrund der unterschiedlichen Oberflächen
müssen diese mit passenden Utensilien und Mitteln gereinigt werden. Kein
Krankenhausbetreiber möchte, dass ein mit Keimen belastetes Wischwasser
anschließend zur Bodenpflege in der Großküche genutzt wird. Und auch im Büro
kommt es nicht gut an, wenn das Prinzip „Einer-für- alles“ herrscht.
Mit dem 4-Farbsystem hat man daher Ordnung in die Oberflächenpflege gebracht.
Jedem Einsatzbereich und Material ist eine bestimmte Farbe zugewiesen worden.
Diese dient der besseren Unterscheidbarkeit von Reinigungsmitteln und -tüchern
sowie der passenden Bestückung der Reinigungswagen.
Grundsätzlich gilt folgender Standard bei der Farbzuordnung in der
Gebäudereinigung:

  • Rot: wird als Signalfarbe für das WC, das Urinal und die umliegenden Fliesen
    genutzt.
  • Gelb: für die weiteren Flächen im Bad, wie etwa Waschbecken, Spiegel und
    Dusche, die logischerweise mit anderen Utensilien behandelt werden, als
    zuvor die Toilette.
  • Blau: für Einrichtungsgegenstände im Wohn- und Arbeitsbereich, wie etwa
    Schreibtisch, Schränke und Regale.
  • Grün: für Oberflächenreinigung in Bereichen, die aus Sicherheitsgründen
    eine besondere Behandlung erfordern, wie etwa in der Küche oder im OP.

Vorteile der Farbzuordnung

Dank des 4-Farbsystems herrscht nie wieder Unsicherheit, welche Produkte am
besten für welchen Einsatzbereich verwendet werden. Die Farbe spricht für sich
und verringert sprachbedingte Verständigungsprobleme auf ein Minimum. Falscher
Gebrauch der Reinigungsausrüstung ist dank der Farbzuordnung also weitgehend
vermeidbar. Dass die Küchenspüle mit demselben Lappen gewischt wird wie zuvor
die Toilette ist damit ein Szenario, das der Vergangenheit angehören sollte.

Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit Sabine Anton-Katzenbach und ihrer Praktikantin Antonia Opelt von Textilberatung Hamburg entstanden. Die beratende Textilingenieurin und freie Journalistin ist Spezialistin für gewerblich genutzte Textilien und deren professionelle Aufbereitung.

Zeiterfassung in der Gebäudereinigung

 

…mit Hilfe geeigneter Software geht es leichter…

 

Arbeitgeber in der Gebäudereinigungsbranche sind gesetzlich dazu verpflichtet, Arbeitszeitnachweise für die einzelnen Arbeitnehmer zu führen. Hierbei wird der Beginn, das Ende und die Dauer der täglichen Arbeitszeit erfasst und der Arbeitgeber hat diese spätestens bis zum Ablauf des siebten auf den Tag der Arbeitsleistung folgenden Kalendertages aufzuzeichnen und mindestens zwei Jahre beginnend ab dem für die Aufzeichnung maßgeblichen Zeitpunkt aufzubewahren.

Die Form der Arbeitsaufzeichnung überlässt das Gesetz dem Arbeitgeber, sie können sowohl elektronisch als auch schriftlich geführt werden. Lediglich Beginn, Ende und Dauer der täglichen Arbeitszeit sind zu erfassen, jedoch nicht die exakte Lage und Dauer der einzelnen Pausen.

Sofern für die einzelnen Reinigungskräfte bereits Planungen, z.B. Wochenpläne zu Einsatzzeiten und -orten vorliegen, die Beginn und Ende sowie Pausenzeiten vorsehen, kann die Aufzeichnung der Arbeitszeit auch auf Grundlage dieser Planungen erfolgen. Im Falle von Abweichungen müssten die Angaben aus der Planung entsprechend angepasst werden. Wichtig ist, dass transparent gemacht wird, dass eine Überprüfung stattgefunden hat, ob es zu Abweichungen gekommen ist.

Viele Reinigungsfirmen benutzen in der Praxis noch „Stundenzettel“ auf denen die Mitarbeiter ihre Arbeitszeit und Pausen eintragen. Das funktioniert in der Regel besonders bei kleinen Firmen gut, die nicht viele Mitarbeiter in die Einsätze schicken. Bei etwas größeren Firmen wird das Händeln der vielen einzelnen Zettel jedoch leicht unübersichtlich und es besteht die Gefahr, dass die Zettel verloren gehen könnten.

Hier stellt sich die Frage, ob mit Hilfe geeigneter Software die Abwicklung der Zeiterfassung sinnvoll vereinfacht werden kann. Skyline bietet inzwischen ein System zur Echtzeiterfassung an, d.h. die Reinigungskraft gibt via eines mobilen Erfassungsgeräts oder über eine Applikation auf einem Smartphone direkt von ihrem Arbeitsplatz aus den Arbeitsbeginn und das -ende durch.

Durch die Echtzeitübertragung kann in der Verwaltung nicht nur die Einhaltung von Arbeitszeiten überprüft werden, bei ausbleibender Anmeldung zu einem festgelegten Arbeitsbeginn kann auch nachgehalten werden, ob sich die Reinigungskraft verspätet hat oder ob ggf. ein Ersatz geschickt werden muss. So entfällt auch für den Kunden das mühsame Nachhalten der bestellten Leistung. Die Möglichkeit, innerhalb kurzer Zeit auf einen Personalausfall reagieren zu können, trägt auch wesentlich zur Kundenzufriedenheit bei.

Des Weiteren ist es möglich, die in Echtzeit übertragenen Arbeitszeiten direkt in die Lohnabrechnung einfließen zu lassen. Dadurch entfällt einerseits die händische Erfassung der Arbeitszeit durch das Reinigungspersonal und andererseits das händische Einpflegen der Arbeitszeit für die Lohnabrechnung. Durch die Automatisierung werden auch potenzielle Fehler wie falsches Ausfüllen von Zeiterfassungsprotokollen oder falsche Übertragung aus diesen Protokollen eliminiert. Die Lohnabrechnung erfolgt also genauer und schneller.

Die Vorteile liegen in diesen Beispielen klar auf der Hand: Zeitersparnis in der Verwaltung, Fehlerreduzierung, Kundenzufriedenheit durch verlässliche Personalplanung, optimale Verzahnung von Betriebsabläufen und Kontrolle der Verlässlichkeit von Personal sind nur einige der Verbesserungen, die die Automatisierung in den genannten Beispielen bringt. Die lästige Ablage der Stundenzettel entfällt und per Klick kann einfach auf alle gespeicherten Zeiterfassungen der einzelnen Mitarbeiter zurückgegriffen werden. Nach zwei Jahren Aufbewahrungsfrist können die einzelnen Daten automatisch gelöscht werden, somit erspart man sich eine aufwendige und teure Aktenvernichtung.

Gerade Unternehmer kleinerer Betriebe sehen die Frage, ob sich der Aufwand auf die Umstellung auf die digitale Zeiterfassung lohnt, sicherlich etwas kritischer. Da die Digitalisierung jedoch ein Tribut des heutigen Zeitalters ist und inzwischen fast jeder ein Smartphone besitzt, kann die digitale Zeiterfassung ganz einfach über entsprechende Applikationen auf dem Telefon umgesetzt und in die Geschäftsprozesse des Unternehmens integriert werden.

Bei der Nutzung eines Privattelefones für Firmenzwecke ist es außerdem ggf. möglich, die berufliche Nutzung des desselbigen steuerlich geltend machen zu können und einen Steuervorteil zu erwirken. Auskunft hierzu gibt jeder Steuerberater.

Es müssen bei der Umstellung auf die digitale Zeiterfassung keine hohen Investionen getätigt werden. Bei Skyline wird für die Nutzung der Software ein monatlicher Beitrag fällig, der sich über die Laufzeit schnell amortisiert, da durch die Nutzung einerseits Zeit gespart wird und Prozesse im Gebäudereinigungsunternehmen vereinfacht werden.

Lohn-Lücke für Gebäudereiniger?

In diesen Tagen kursiert in der Presse eine Warnung der IG Bau, dass einem Großteil der Reinigungskräfte in Deutschland ab Januar der Rückfall auf den gesetzlichen Mindestlohn von lediglich 8,84 Euro pro Stunde drohen könnte. Einer Vollzeitkraft würden damit ca. zwischen 120-250 Euro im Monat verloren gehen. Bei Glas- und Fassadenreinigern läge die Lohn-Lücke sogar bei bis zu 520-800 Euro, so die IG BAU.

Der Grund: Der Bundesinnungsverband des Gebäudereiniger-Handwerks sowie die IG BAU haben der Tarifeinigung für 2018 zugestimmt. Der gemeinsame Antrag auf Allgemeinverbindlicherklärung wurde am 6. Dezember formell beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales eingereicht. Bisher wurde die Allgemeinverbindlicherklärung aber noch nicht im Bundesanzeiger veröffentlicht. Der alte Tarifvertrag läuft jedoch Ende Dezember aus.

Bei der letzten Tarifrunde im Januar 2016 trat der Lohntarifvertrag und der Mindestlohntarifvertrag 2016/2017 seit dem 1. Januar 2016 in Kraft. Der Mindestlohntarifvertrag wurde per Rechtsverordnung des Bundesministeriums für Arbeit und Sozialordnung (BMAS) jedoch erst ab dem 1. März 2016 rückwirkend für allgemeinverbindlich erklärt.

Daher ist zu hoffen, dass das Bundesministerium für Arbeit und Soziales dem neuen Tarifvertrag schnellstmöglich zustimmt. Gebäudereiniger und Reinigungskräfte sollten sich jedoch  nicht unnötig verunsichern lassen, da die Vergangenheit gezeigt hat, dass die Zustimmung durch das BMAS auch nachträglich allgemeinverbindlich erklärt werden kann und somit der Tarifvertrag zu jedem Zeitpunkt Gültigkeit hat.

Ausbildung zum Gebäudereiniger

Gebäudereiniger

Der Beruf des Gebäudereinigers ist als Handwerksberuf seit 1934 staatlich anerkannt und bildet seitdem Gebäudereiniger und Meister aus. Er findet unterschiedliche Bezeichnungen, wie z.B. Reinigungskraft oder in Österreich nennt sich dieses Gewerbe beispielsweise Denkmal-, Fassaden- und Gebäudereinigung. Die dreijährige betriebliche Ausbildung wird durch eine theoretische und eine praktische Prüfung abgeschlossen. Bei erfolgreicher Beendigung erhält der Gebäudereiniger einen Gesellenbrief. Danach kann er eine Meisterprüfung ablegen, was heute aber nicht mehr zwingend ist, um einen Betrieb zu gründen.

 

Tätigkeitsfeld

Der Beruf des Gebäudereinigers beinhaltet das Reinigen von Innenräumen, Fassaden und anderen Außenbereichen von Gebäuden jeglicher Art zur Befreiung der Räume und Flächen von physischem Schmutz, Müll und Verschmutzung fast jeglicher Art. Weitere Aufgaben können hinzukommen, wie z.B. die Pflege von Oberflächen. Gebäudereiniger werden auch zum Reinigen von Fahrzeugen, insbesondere öffentlichen Verkehrsmitteln mit Fahrgasträumen (z.B. Bahnen, Busse, Fahrgastschiffe) eingesetzt. 

Im Detail umfasst der Beruf des Gebäudereinigers hauptsächlich folgende Arbeitsbereiche:

  • Glasreinigung
  • Unterhaltsreinigung
  • Fassadenreinigung, Graffitientfernung
  • Bodenreinigung
  • Krankenhausreinigung
  • Schädlingsbekämpfung
  • Dekontaminationsarbeiten
  • Freiflächenreinigung
  • Teppichreinigung
  • Grundreinigung
  • Bau- Bauendreinigung
  • Desinfektionen aller Art
  • Verkehrsflächenreinigung

Dafür benötigt der Gebäudereiniger spezielle Fachkenntnisse, um mit dem geeingeten Werkzeug den entsprechenden Schmutz zu entfernen.

Viele Gebäudereinigungsunternehmen bieten ihren Kunden auch Facilitymanagement, also komplette Instandhaltung des Gebäudes an. Hierzu gehören unter anderem auch:

  • Hol- und Bringdienst
  • Winterdienst
  • Gartenpflege
  • Hausmeisterservice
  • Je nach Lage des Objekts auch die Aufzugskabinenrettung

Diese Tätigkeitsfelder gehören aber nicht zum Berufsbild des Gebäudereinigers.

 

Ausbildung

Die duale Ausbildung zum Gebäudereiniger dauert drei Jahre. In diesem Zeitraum werden Kenntnisse vermittelt, wie welche Flächen mit welchen Mitteln am besten zu pflegen sind, wie sich Reinigungsmittel chemisch zusammensetzen und aus welchem Material ein Lappen sein muss, um Fenster streifenfrei zu putzen. Doch auch das strukturierte Arbeiten will gelernt sein, im theoretischen Teil der Lehre – also in der Berufsschule – wird vermittelt, wie Putzpläne und Gebäudeskizzen erstellt werden, sodass die Gesamtreinigung möglichst schnell vonstatten geht.

Im betrieblichen Teil der Ausbildung zum Gebäudereiniger wird die Theorie in die Praxis umgesetzt. Dabei geht es nicht nur um Sauberkeit, sondern auch um Sicherheit und Schutz, schließlich soll der Reinigungsprozess nicht die Umwelt belasten, geschweige denn unangenehme Gerüche oder gar chemische Rückstände hinterlassen. Außerdem muss jeder angehende Gebäudereiniger auch genau wissen, wie die Geräte benutzt werden, die zur Gebäudereinigung verwendet werden und welches Vorgehen die schnellsten und gründlichsten Reinigungsergebnisse erzielt.

Während der Ausbildung zum Gebäudereiniger werden folgende Kenntnisse vermittelt:

  • Umweltschutz
  • Chemie
  • Materialkunde
  • Bedienung von Reinigungsmaschinen
  • Umgang mit Gerüsten, Arbeitsbühnen und Befahranlagen
  • Grundreinigung und Beschichtung von Bodenbelägen
  • Teppichshamponierung
  • Glas- und Fassadenreinigung
  • Unterhaltsreinigung
  • Zwischenreinigungsverfahren
  • Verkehrsmittelreinigung
  • Desinfektionsmaßnahmen
  • vorbeugende Schädlingsbekämpfung

In der Berufsschule werden spezielle Kenntnisse vermittelt u. a. in

  • Reinigungstechnik
  • Mathematik
  • Chemie
  • Wirtschaft
  • Politik

 

Weiterbildung

Als „klassische“ Fortbildungsmöglichkeiten im Anschluss an die Gesellenausbildung stehen dem/r Gebäudereiniger/in folgende Alternativen zur Weiterbildung zur Verfügung:

  • Meister
  • LEH Bachelor Studienrichtung Lebensmittel, Ernährung
  • LEH Bachelor Studienrichtung Hygiene
  • Facility-Management Bachelor
  • Master Facility-Design und Management
  • General Service Manager/in (FHM)

Der Meister im Gebäudereiniger-Handwerk stellt die klassische Weiterqualifizierung dar. Obwohl mit der letzten Änderung der Handwerksordnung der Meisterzwang im Gebäudereiniger-Handwerk gefallen ist, erfreut sich der Meisterbrief nach wie vor großer Beliebtheit. Eine qualifizierte Weiterbildung ist heutzutage mehr denn je erforderlich, um ein Unternehmen wirtschaftlich führen zu können oder in verantwortungsvolle Führungspositionen zu gelangen. Deswegen ist der Meisterbrief der Schlüssel, mit dem sich neue Wege und Möglichkeiten eröffnen.

Mit dem Meistertitel stehen dem Gebäudereinigermeister allerdings auch noch weitere Möglichkeiten offen. Der Meisterbrief berechtigt auch ohne Nachweis der Hochschulreife zum Ingenieurstudium (FH) Wirtschaftsingenieurwesen mit der Fachrichtung Reinigungs- und Hygienemanagement/-technik.

 

Tarifeinigung – Ab 2020 gleicher Lohn in Ost und West

Die IG-Bau und der Bundesinnungsverband des Gebäudereiniger-Handwerks haben sich in der 6. Tarifverhandlungsrunde geeinigt und einen Abschluss für die mehr als 600.000 Gebäudereiniger/-innen erzielt. Für alle Beschäftigten steigen in den nächsten Jahren die Löhne an. Besonders stark werden die Erhöhungen  Ostdeutschland ausfallen – die Löhne werden dort bis 2020, zum 30. Jahrestag der Deutschen Einheit, auf West-Niveau angehoben.

Die Erhöhung erfolgt in Stufen

Der Tarifvertrag sieht eine Ost-West-Angleichung der Löhne in vier Schritten vor. Im ersten Schritt werden die Löhne der Lohngruppe eins, in der rund 75 Prozent der Beschäftigten tätig sind, zum 1. Januar 2018 in Westdeutschland von 10,00 Euro auf 10,30 Euro angehoben und in Ostdeutschland von 9,05 Euro auf 9,55 Euro. In den Jahren darauf folgen weitere Schritte zur Anpassung. Ab 1. Dezember 2020 sollen dann in Ost und West mindestens 10,80 Euro je Stunde gezahlt werden, somit wird eine 100%-Angleichung der Löhne Ost und West für die gewerblich Beschäftigten in der Gebäudereinigung erreicht.

West: Laufzeit: 01.01.2018 – 31.12.2020

Tabelle Tarifeinigung Mindestlohn Gebäudereiniger West

Mindestlohntarifvertrag für Gebäudereiniger West ab 2018

Ost: Laufzeit: 01.01.2018 – 31.12.2020

Tabelle Tarifeinigung Mindestlohn Gebäudereiniger Ost

Mindestlohntarifvertrag für Gebäudereiniger Ost ab 2018

Die erzielte Tarifeinigung bietet endlich eine Angleichung des West-/Ost-Lohngefälles, was 30 Jahre nach der Wiedervereinigung mehr als überfällig war. Jedoch bedeutet die Angleichung an das Westniveau, dass die Löhne in Ostdeutschland in 3 Jahren um ca. 25 % steigen werden. Die Mitarbeiter wird dieser enorme Lohnanstieg auf den ersten Blick sehr freuen, auf die Gebäudereinigungsunternehmer kommen einige Probleme zu:

Wer fängt die Kosten der um 25 % gestiegenen Löhne auf?

Es ist allgemein bekannt, dass in der Gebäudereinigungsbranche die Margen nicht besonders hoch sind. Aus diesem Grund werden die gestiegenen Lohnkosten von den Gebäudereinigungsfirmen irgendwie kompensiert werden müssen.

Es wird sich daher nicht vermeiden lassen, den Kunden für die Dienstleistung „Gebäudereinigung“ in Zukunft mehr Geld abzuverlangen. Gerade in Ostdeutschland wird der neue Mindestlohn einen signifikanten Anstieg der Kosten für Gebäudereinigung mit sich führen. Das wird bei Kunden nicht gerade auf Verständnis stoßen, sondern eher im Gegenteil zu großem Unmut führen. Sie werden sich unter Umständen fragen: Können wir uns den „Luxus“ der Gebäudereinigung in ein paar Jahren überhaupt noch leisten?

Um nicht alle Kosten auf die Kunden umlegen zu müssen, besteht die Gefahr, dass die Gebäudereinigungsfirmen versuchen werden, die Kosten intern umzulegen.

Aber auch hier stellt sich die Frage nach der Umsetzbarkeit: das Arbeitspensum der Gebäudereiniger ist bereits am Limit und von ihnen kann nicht erwartet werden, dass sie in der vorgegebenen Zeit noch mehr Arbeit leisten sollten. Sprich, es besteht die Gefahr, dass die Qualität der Arbeit leiden könnte, da der Druck einfach noch größer wird. Da hält selbst die Freude an der Erhöhung des Gehalts nicht lange.

Die Angleichung des Mindestlohnes von Ost und West hätte in den letzten 30 Jahren bereits erfolgen müssen. Dass nun aber die Anpassung der Mindestlöhne in 3 Jahren umgesetzt werden muss, erscheint wenig sinnvoll. Es besteht einfach einfach die Gefahr, dass die Gebäudereinigungsunternehmen Kunden verlieren werden, da diese nicht einsehen werden, wesentlich mehr Geld für eine gleiche Leistung in relativ kurzem Zeitraum zu bezahlen.

 

Schutzkleidung und Sicherheitskleidung richtig waschen

Der Spind von Gebäudereinigern gibt häufig den Blick auf Kasack, Shirt und Hose frei. Daher wird die Branchengarderobe im Allgemeinen mit Berufskleidung in Blau oder Beere assoziiert. Das ist allerdings nur die halbe Wahrheit.

Es gibt verschiedene Arbeitsaufgaben, bei denen Kittel und Co. gegen Schutzkleidung getauscht werden müssen. Hierzu gehören beispielsweise die Reinigung öffentlicher Verkehrsmittel, die Pflege von Außenanlagen, die Industrie- und Tankreinigung oder der Winterdienst.

Normale Arbeitskleidung reicht dort meist nicht aus – und das hat Gründe. Bei diesen (und anderen) Tätigkeiten lauern Gefahren für die eigene Gesundheit. Auf Straßen, Bahnhöfen oder im Umfeld von Schienen kann man leicht übersehen werden – mit verheerenden Konsequenzen.

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Textilien mieten: eine rundum bequeme Sache

„Warum dieser Umstand?“ So oder so ähnlich mag sich mancher Gebäudereiniger fragen, der gerade eine Ladung getragener Arbeitskleidung oder gebrauchter Möppe in die Waschmaschine steckt. Dabei ginge es deutlich einfacher. Und zwar mit Hilfe eines textilen Mietservice. Mietservice-Unternehmen sind auf die Pflege von Textilien spezialisiert und übernehmen für einen Betrieb die Vollversorgung mit Berufs- und Schutzkleidung, Möppen, Matten und Co. Das Prinzip ist einfach: Nach Abschluss eines Mietvertrags, der üblicherweise eine Laufzeit von drei Jahren hat, liefert der Dienstleister saubere, funktionstüchtige Textilien und holt die schmutzige Wäsche ab. Die Ausstattungsmenge, das Tauschintervall und die Lieferstelle(n) werden bei Vertragsabschluss festgelegt.

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Reinigungs-Möppe Waschen – So haben Sie die Schmutzwäsche im Griff

Am Ende einer Reinigung steht ein sauberes Objekt. Übrig bleibt derweil ein Stapel schmutziger Mopps, Wischtücher und Pads. Spätestens jetzt stellt sich für den Gebäudereiniger die Frage, wie und wo diese für den nächsten Einsatz „fit“ gemacht werden sollen. Bei einer überschaubaren Anzahl an Reinigungstextilien liegt der Gedanke an die heimische Haushaltswaschmaschine nahe. Allerdings schätzt nicht jeder die Reste einer Reinigung in seiner Privatwäsche. Als Alternative erwägt mancher daher das Aufstellen einer zusätzlichen, möglicherweise gebrauchten Haushaltswaschmaschine im Keller oder im Objekt, wenn es der Betreiber erlaubt. Nebendran kommt ein Trockner – und fertig ist eine preisgünstige Mini-Wäscherei.
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leistungszahlen

Leistungszahlen in der Gebäudereinigung: Sauberkeit braucht ihre Zeit.

Der Begriff „Turboputzen“ fällt in der Reinigungsbranche immer häufiger. Doch was genau verbirgt sich in der Praxis dahinter? Gemeint ist die Verkürzung von Arbeitszeit bei gleichbleibender Fläche – also, wenn z. B. eine Fläche, für deren Reinigung bisher drei Stunden kalkuliert worden waren, nun in zwei Stunden gesäubert werden soll. Besonders häufig geschieht dies derzeit im Zuge öffentlicher Ausschreibungen wie z. B. der Schulreinigung.

Im Zuge dieser Kürzungen der Arbeitszeit erhöhen sich gleichermaßen die Leistungszahlen – also die Quadratmeter, die pro Stunde gereinigt werden. Diskussionen um das Thema Leistungszahlen waren für die Branche immer schon von Bedeutung. Denn schließlich ist die Frage, welche Quadratmeterleistung pro Stunde realistisch ist, wichtig, um z. B. die Seriosität eines Angebots zu beurteilen. Neben dem Stunden-Verrechnungssatz sind Leistungszahlen der zweite große Faktor bei der Preisgestaltung.

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